Technischer Systemplaner: Technik, die Gebäude lebendig macht

Mit CAD-Software entwerfen Technische Systemplaner präzise Anlagenpläne für Heizungs-, Klima- und Energietechnik. Foto: miss irine – stock.adobe.com

Technische Systemplaner sorgen dafür, dass moderne Gebäude optimal mit Heizung, Lüftung, Klima, Sanitär oder Energieversorgung ausgestattet sind. Sie planen Anlagen, entwickeln 3D-Modelle und koordinieren die Umsetzung – mit einem Mix aus Präzision, Technik und Gestaltungsvermögen.

Ausbildung: Theorie trifft Praxis

Die duale Ausbildung zum Technischen Systemplaner dauert dreieinhalb Jahre. Sie findet im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt. Dort lernen Auszubildende:

  • Technische Zeichnungen und 3D-Modelle mit CAD-Software zu erstellen
  • Heiz- und Kühllasten zu berechnen
  • Montagepläne zu entwickeln
  • Bauteile auszuwählen
  • Bauausführungen zu begleiten

Gearbeitet wird sowohl im Büro als auch auf Baustellen – je nach Projektphase.

Voraussetzungen und persönliche Stärken

Der Beruf setzt mindestens einen mittleren Schulabschluss voraus. Gute Voraussetzungen mitbringen Bewerber, die:

  • Interesse an Mathematik und Physik haben
  • Technisches Verständnis mitbringen
  • Räumliches Vorstellungsvermögen besitzen
  • Sorgfalt und Genauigkeit bei der Planung zeigen
  • Teamfähig sind und auch digital arbeiten möchten

Aufgaben im Alltag

Technische Systemplaner sind an allen Planungsphasen beteiligt:

  • Erstellung von technischen Zeichnungen, Montageplänen und Dokumentationen
  • Berechnung von hydraulischen oder pneumatischen Werten
  • Erstellung von Diagrammen und Tabellen
  • Koordination verschiedener Gewerke
  • Mitarbeit bei der Projektdokumentation

Digitale Tools wie Building Information Modeling (BIM) spielen eine zunehmende Rolle.

Vielfältige Arbeitgeber und Einsatzorte

Technische Systemplaner arbeiten u. a. in:

  • Ingenieur- und Planungsbüros
  • Gebäude- und Anlagentechnik-Unternehmen
  • Öffentlichen Verwaltungen
  • Bauprojekten im In- und Ausland

Die Arbeit ist abwechslungsreich – vom digitalen Entwurf über Baustellenbesuche bis hin zum Homeoffice.

Zukunft mit System

Die Relevanz dieses Berufs wächst durch:

  • Energieeffizientes Bauen
  • Digitalisierung im Bauwesen
  • Nachhaltigkeitszertifikate wie DGNB
  • Klimaschutz-Standards und Smart-Building-Konzepte

Wer sich weiterentwickeln möchte, kann sich zum Techniker, Meister oder durch ein Studium in Versorgungstechnik oder Ingenieurwesen qualifizieren.

Gehaltsperspektiven (brutto/Monat):

Während der Ausbildung:

  • 1. Jahr: ca. 720–1.293 €
  • 2. Jahr: ca. 818–1.343 €
  • 3. Jahr: ca. 921–1.389 €
  • 4. Jahr: ca. 955–1.453 €

Einstiegsgehalt nach Ausbildung:
ca. 2.850–3.000 €